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Inhalt:

- Allgemeines

- Mein großes Steckbrief (110 Fragen)

- Gedichte schreiben, meine Art zu erzählen

- A-Connect

- Meine 1.Therapie und die Zeit nach dem Abbruch

- Wildwasser

- Über meine Magersucht und meine 2. Therapie

- Diagnose : Borderline und die DBT-Therapie

- Meine Reittherapie

- Viele sein in einem Körper  

- Beratungstelle für Suzidgefährdete

- Meine Selbstverletzung

- Depressionen

- Tablettenabhängigkeit

- Kraftquellen

- Hoffnung gibt mir Kraft

 

 

 

 

 

 

Allgemeines:

(Text verfasst: Mitte 2008)

 

Ich bin 22 Jahre alt und komme aus Deutschland.

Ich liebe Tiere und die Natur, mag Pflanzen und auch Bäume. Gerne bin ich in nahem Kontakt mit der Natur. Liege z.B. gerne im Graß und lehne mich an Bäume an.

Die Sonne liebe ich auch sehr. Ich mag ihre Wärme und fühl mich dann auch geborgen. Doch nicht immer kann ich die Wärme der Sonne spüren. Wenn es mir sehr schlecht geht, kommen Sonnenstrahlen zu mir nicht durch. Gerade dann wenn ich sie am meisten brauchen würde.

Wind mag ich manchmal z.B. wenn ich draußen in der Sonne sitze und etwas der Wind bläst, dann finde ich das schön. Auch wenn ich Blätter im Wind bewegen sehe und das rauschen hören kann, mag ich das oft. Doch manchmal hab ich damit auch ganz große Probleme und dann ist das für mich gar nicht mehr gut das anzuhören, weil dann schlechte Erinnerungen kommen, die ich nicht mehr stoppen kann.

Es ist oft nicht leicht für mich rechzeitig zu reagieren um für mich das richtige zu tun. Das zieht sich leider so durch meinen ganzen Alltag. Es kommt mir oft so vor als wenn mein Leben auf einem wackelnden Seil statt findet. Ich weiß nie wann das Seil wieder anfangen wird heftig zu wackeln. Es passiert so gut wie immer ohne vorwahrnung und somit fall ich immer wieder hin und stürze ich in ein unendlich tiefes Loch.

 

 

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Mein großer Steckbrief...

(Text verfasst: Ende April 2010)

 

Den Steckbrief hab ich im Internet gefunden und hab gedacht, den mach ich auch mal. Das sind total viele Fragen gewesen und da steht nun wirklich vieles drin. Manches denk ich wird für euch auch uninteressant sein. Aber wenn ihr eben möchtet könnt ihrs ja lesen :-)

 

 

 

001.

Wie ist dein Name?:
Franziska

002.

Alter?:
22

003.

Dein Geburtsjahr?:
1988

004.

Geschlecht?:
weiblich

005.

Welche Farbe hat dein Haar?:
früher hatte ich blonde Haare. Mit der Zeit wurden sie dann dunkler zu einem Mittelbraun. Immer mal wieder, wenn mir danach ist, töne ich meine Haare schwarz. Das ist dann eine Art meine Gefühle auszudrücken. Das ist genauso wie mit den Klamotten, denn ich trage nur schwarze.

006.

Sind deine Haare kurz oder lang?:
lang

007.

Wie groß bist du?:
1,58 m

008.

Hast du einen Freund?:
nein

009.

Was ist deine Lieblingsfarbe?:
Ich mag kräftig Farben gerne. Da mag gelb und blau sehr. Gelb ist für mich eine Lichtfarbe und die Farbe Blau ist zu meiner Schutzfarbe geworden... Die Farbe rot mag ich aber auch. Die drückt für mich Schmerz und Blut aus...

010.

Was für Farben haben deine Klamotten?:
Die sind alle schwarz. Ich trage nur schwarze Klamotten. In meiner Seele ist nur Dunkelheit, das drücke ich damit aus. Manchmal trage ich aber ein rot-schwarzes Halstuch. Da soll das rot meinen Schmerz und mein Blut ausdrücken. Eher selten trage ich auch mal ein blau-schwarzes Halstuch. Zu dem greife ich wenn ich Schutz brauche und es auch zulassen kann, denn wie oben schon geschrieben ist blau meine Schutzfarbe.

011.

Hast du Piercings oder möchtest du welche?:
ne ich hab keine. Ich wollt mir mal einen Augenbrauenpiercing machen lassen, naja wer weiß vielleicht irgendwann. :-)

012.

Hast du ein Tattoo oder hättest du gerne eins?:
ne hab ich auch nicht und ich möchte auch keines machen lassen
 

013.

Welches ist momentan dein Lieblingslied?:
hm... das weiß ich gar nicht so recht. Ich mag ganz viele momentan :-)

014.

Wo kaufst du am meisten ein?:
Nahrungsmittel im REWE und ALDI und Klamotten kauf ich meist im Karstadt.

015.

Beschreib dich mal in einem Satz:
Ich bin sensibel, verschlossen, ängstlich, ruhig, Tierlieb, kreativ und hab fast kein Selbstvertrauen.
 

016.

Rauchst du?:
nein, für das Geld geh ich lieber reiten :o) *grins*

017.

Von was träumst du? Was würdest du total gerne mal machen?:
oh ich würd so gerne mal auf einem Friesen durchs flache Meerwasser an einem Stand galoppieren :-) oh ja das wär voll schön. Den Traum hab ich schon sehr lange.

018.

Welche Art von Musik magst du?:
Ich mag manchmal eher ruhige Lieder und dann mal ganz laute. Klaviermusik mag ich sehr aber auch alles was so im Radio so kommt. Nur Volkslieder oder so das mag ich so gar nicht :-)

019.

Welche Sänger/in oder welche Gruppen hörst du gerne?:
Linkin Park, One Republic, Sarah Mc Lachnan und Klavierstücke von Ludovico Einaudi und Yann Tiersen (das sind beide Pianisten und Komponisten)

020.

Wer sind deine besten freunde:
Hmm ich hab mich von allen sehr zurückgezogen...

021.

Wer sind deine besten *online*-Freunde?:
Lea, Simone, jK, und noch welche aus Foren.

022.

Wie oft bist du im Internet und was machst du da?:
Hmm ich versuche eigentlich jeden Tag ins Netz zu schauen, doch nicht immer klappt es. Dort lese und schreibe ich in Foren und schreib auch E-mails. Aber ich schau auch gerne Klaviervideos auf You Tube an.

023.

Magst du Shopping?:
ne gar nicht, da kann man mich mit jagen....

024.

Welche Sportarten machst du?:
ich bin eine ganz faule, ich mach gar nix :-)

025.

Was machst du, um Spaß zu haben?:
oh gute Frage. Hmm mir macht es spaß bei tieren zu sein. Oh und momentan hab ich ganz viele kleine Babyfische, das macht auch total spaß die als zu füttern und zu sehen wie sie wachsen :-)

026.

Findest du dich attraktiv?:
nein überhaupt nicht

027.

Was ist das verrückteste, was du je getan hast?:
hmm freiwillig in ne geschlossene Psychatrie zu gehen...  :-(

028.

Welche Wörter sagst du am häufigsten?:
verdammt, scheiße und so ein Kack. Ich fluche viel :-) aber nur so dass es keiner hört.

029.

Bist du ein ernster, lauter, schüchterner oder frecher typ?:
Das ist bei mir immer ein hin und her. Mal bin ich total zurückhaltend und schüchtern und ein anderes mal bin ich laut und schreie rum....frech kommt auch vor. Hmm und erst bin ich schon und ruhig auch...

030.

Gehst du noch zur Schule, machst du eine Ausbildung oder gehst du arbeiten?:
Ich mache alles nicht. Ich hab den Hauptschulabschluss gemacht und dann zwei mal die 10. Klasse probiert. Doch mir ging es in der Zeit psychisch immer schlechter und so brach ich dann Ende März 2006 die Schule ganz ab. Seit dem hab ich noch nichts auf die Reihe gebracht. Meine Psyche lässt das nicht zu.

031.

welches ist/war dein liebstes Schulfach?:
hmm Mathe mochte ich gerne.

032.

Welche magst/mochtest du gar nicht?:
Englisch, Physik und Technik

033.

Hast du jemals bei Klassenarbeiten geschummelt:
joah schon :-) und nich nur einmal :-)

034.

Betest du?:
nein eigentlich nich, nur ganz selten

035.

Ernst oder lustig sein:
Erst weil ich lustig ohne meine aufgesetzte Maske nicht wirklich sein kann.

036.

Einfach oder Kompliziert:
eher kompliziert

037.

würdest du jemals jemanden betrügen?:
nein ich habs nicht vor

038.

Etwas was du nie tun würdest:
Tieren und Kindern weh tun

039.

wenn du etwas an dir ändern könntest was wäre es?:
meine Gedanken, Schmerzen und meine vergangenheit wieder verdrängen.

040.

hast du schon mal versucht, dich umzubringen?:
ja

041.

Warst Du jemals Opfer eines Verbrechens:
ja

042.

hast du schon mal geglaubt, du müßtest sterben?:
ja

043.

hast du Narben?:
ja viele und jede einzelne hat eine eigene Geschichte

044.

wen hasst du richtig?:
da gibt es mehrere, aber die Namen möchte ich hier nicht nennen.

045.

Was machst du denn, wenn es dir schlecht geht?:
In der letzten Zeit ruf ich dann oft bei der Telefonseelsorge an. Ich bin sehr froh, dass es die gibt.

046.

hast du Geschwister?:
ja, eine große Schwester

047.

Hast du jemals getrunken:
also wenn damit gemeint ist ob ich alkoholikerin bin oder war, dann ist meine antwort nein

048.

Bist du jemals betrunken gewesen:
ja

049.

Bist du schon einmal von einer Brücke gesprungen:

050.

Hast du dir schon mal was gebrochen:
nein auch nicht

051.

wer würdest du gerne sein?:
schon ich selber, aber ohne die ganzen Süchte und meine Vergangenheit

052.

welche zeit ist jetzt?:
13:58 Uhr

053.

magst du Videospiele?:
keine ahnung

054.

Wann gehst Du ins Bett:
meist erst gegen 2, 3 oder 4 Uhr. Manchmal auch später. Gestern war es 6:25 Uhr.

055.

schläfst du viel?:
hmm ich glaub nicht mehr als andere

056.

bist du ein Morgen- oder ein Nachtmensch?:
Nachtmensch

057.

Wohnst Du mit Deinen Eltern zusammen:
ja

058.

kommst du gut mit deinen Eltern klar?:
mit meiner Mutter ja aber mit Papa ist das sehr schwer.

059.

bist du reich, mittel oder arm?:
mittel denk ich

060.

was willst du werden?:
Für mich ist es schwer an die Zukunft zu denken, weil ich mit der Gegenwart kaum zurecht komme... Vielleicht etwas mit Tieren oder Pflanzen irgendwann.

061.

willst du mal heiraten?:
hmm keine ahnung

062.

Kinder oder keine Kinder:
irgendwann vielleicht, aber ich hab so Angst dass mit meinem Kind dann etwas passiert. Vor allem bei einer Tochter hätte ich sehr Angst.

063.

fluchst du viel?:
ja

064.

welches sind deine Lieblingsblumen?:
ich find eigendlich alles was blüht schön. Jetzt im Frühjahr mag ich Osterglocken. Aber auch Schneeglöckchen, Apfelbaumblüten, Schlüsselblümchen, und Löwenzahn :-) Ach ich mag eigentlich echt alles was blüht.

065.

Welches sind deine lieblingstiere?
Pferde, Hunde, Katzen, Kaninchen

066.

wie sieht dein Zimmer aus?:
gelb gestrichene Wände, mittel groß, helle holzmöbel, die irgendwie alle nicht so recht zusammen passen :-) viele Pflanzen, einen großen Kaninchenkäfig (1.40 m) und 3 Aquarien. Meist ist voll die Unordnung in meinem Zimmer, obwohl ich eigentlich echt eher ein ordendlicher Mensch bin. Hab ein Bettsofa drin, das ich irgendwie seit Januar nicht mehr benutze, ich schlafe seit dem auf dem Boden. Mein Zimmer ist etwas unfertig, denn bei zwei großen stellen fehlt die Tapete (wegen Rolladenbau und Schimmel) Hab irgendwie keine Lucht das neu zu machen. Und ich hab einen TV bei mir drin und nen PC.

067.

wie würdest du dich selber beschreiben?:
ängstlich und depressiv

068.

glaubst du an Gott?:
mal ja mal nein

069.

welche Religion hast du?:
evangelisch

070.

glaubst du an Wiedergeburt?:
ja schon irgendwie. Nur manchmal hoff ich, dass es nicht so ist.

071.

bist du Rechts- oder Linkshänder?:
rechtshänder aber ich mach auch viel mit links, wohl weil mein Vater linkshänder ist.

072.

welches war dein schönster Tag in deinem leben?:
Als ich in der Natur in einer Wiese lag die voll blühte und ganz hoch war. Als die Sonne dort auf mich strahlte und mich wärmte, als ich alleine war und die Bienen und Vögel um mich hören konnte und Schmetterlinge sah.

073.

welches Auto hättest du gerne?:
oh keine ahnung, wenn dann aber eher ein kleines.

074.

Rotes oder weißes Auto:
hmm dann eher keinst. ich mag nur ein blaues :o)

075.

hast du einen Führerschein?:
nein und solange ich noch
Antidepressivas und Schlaftabletten nehme, werde ich auch keinen machen.

076.

spielst du ein Instrument?:
Ja Klavier. Früher spielte ich Klarinette.

077.

Was machst du meistens am Wochenende?:
Samstags ist fast immer Gartenarbeit dran und einkaufen... Am Sonntagmorgen freu ich mich immer schon auf die Zeitung und die Werbung die darin ist :-) Denn Werbung durchschauen macht mir spaß ;-)

078.

Schläfst du auf dem rücken, Bauch oder auf der Seite?:
Rücken, bauch und Seite :o)

079.

welcher ist dein Lieblingsfilm?:
Der Pferdeflüsterer, Der blaue Vogel, Liebe Amelie

080.

welches Parfüm benutzt du?:
gar keins

081.

hast du ein eigenes Telefon?:
ja, aber keine eigene Nummer. Die hängen alle mit der gleichen Basisstation zusammen. Blöd ist nur, dass man nie telefonieren kann wenn ein anderer der Familie telefoniert.

082.

benutzt du Deodorant?:
ja

083.

hast du jemals wegen jemandem des anderen Geschlechts geweint?: ja leider oft. viel zu oft

084.

an was denkst du gerade jetzt?:
Ich denk ans essen, was ich mir gleich machen werde... und an die scheiß Schlaftabletten... hmm und ich wunder mich auch grad über die vielen Fragen hier ein bisschen

085.

wer bringt dich zum lachen?:
Tiere

086.

Katze oder Hund:
lieber Hund

087.

hast du letzte Woche geweint?:
ja

088.

weshalb?:
weil meine Oma gestorben ist, wegen den Streiten mit Papa, die ich nicht mehr ertrage und wegen Erinnerungen.

089.

wie viele CDs hast du?:
oh gar nicht viele. Vielleicht 15 bis 20

090.

gehst du gerne auf Konzerte?:
ich war noch nie auf einem. wär auch nicht gut. ich hab Tinitus

091.

Was isst du gerne?:
Äpfel, Orangen, Trauben, Kuchen, Schokolade, Süßes, Schupfnudeln, selbstgemachte Spätzle, Nudeln, Laugenknoten, Hefegebäck, besonders gerne mag ich da Pfirsich-Aprikosen Marmelade drauf. Erdbeermarmelade mag ich aber auch :-)

092.

welches essen magst du überhaupt nicht?:
Fenchel mag ich meist nicht und wenn das Essen mit Öl angemacht ist. Das kann ich dann gar nicht essen.

093.

welches ist dein Lieblings-Planet?:
ein Stern (auch wenn das kein Planet ist) :-)

094.

welche Wochentage magst du?:
Mittwoch weil ich da Reittherapie hab, Freitag weil ich da zu Wildwasser gehe.

095.

was ist dein größtes Talent?:
meine lachende Maske vor anderen auf zu setzen, die mein weinendes Gesicht verdeckt. Gedichte schreben und Klavier spielen.

096.

bist du ein guter Zuhörer?:
ja ich glaub schon

097.

Rot?:
Hass, Blut, Schmerz, Angst und Wut

098.

hast du ein Handy?:
ja

099.

bist du müde vom ausfüllen dieser fragen?:
so langsam schon :-)

100.

Schreiben oder lesen:
schreiben, denn im lesen bin ich voll langsam, ich seh nur 30%.

101.

Farb- oder Schwarz/weiß Fotos:
Farbfotos find ich schöner.

102.

Sonnenaufgang oder -untergang?:
lieber Sonnenaufgang, weil ich Angst vor der Nacht hab

103.

Sandalen oder Turnschuhe:
Turnschuhe. Ich trag irgendwie immer Turnschuhe im Sommer wie auch im Winter. :-)

104.

Führst du ein Tagebuch?:
Meine Gedichte sind mein Tagebuch

105.

Was würdest du mit 1Million Euro machen:
ich würde traumatisierte Kinder und Erwachsene, aber auch Tiere, dabei unterstützen wieder in ein erträglicheres Leben zurück zu finden.

106.

Ich freue mich grad ganz besonders auf...:
...meine nächste Reittherapiestunde :-)

107.

Hörst du grad' Musik?:
nein ich höre Vogelgezwitscher, weil mein Zimmerfenster auf ist.

108.

Was machst du hiernach?:
Mein Mittagessen essen... ein Brötchen mit Pfirsich-Aprikosen Marmelade... mmmh lecker ;-)

109.

Was dich fasziniert:
Die Natur, die so einzigartig ist.

110.

Dein größter Wunsch:
Frei sein von allem was mich belastet und mir das leben schwer und fast unmöglich macht.
 

 

 

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Gedichte schreiben, meine Art zu erzählen:

(Text verfasst: Mitte 2010)

 

Ich schreibe gerne Gedichte und manchmal auch Sprüche. Sie reden für mich und helfen mir meine Gefühle auszudrücken. Ich hab schon sehr sehr viele geschrieben. Momentan (Mitte 2010) sind es 650.

Wenn du magst, kannst du auf meine "Gedanken" Seite gehen, dort habe ich sehr viele meiner Gedichte und Sprüche zum lesen reingestellt.

 

 

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A-Connect:

(Text verfasst: Ende 2008)

 

Als es mir 2004 sehr schlecht ging suchte ich im Internet so gut wie ziellos nach einem Chat in dem ich reden kann und in dem mir zugehört wird... Es war viel los hier daheim, denn damals realisierte ich, dass Papa ein Problem mit Alkohol hat... jedoch schob ich das immer wieder weg und versuchte es nicht zu nah an mich ran zu lassen, weil ich selbst zu viel mit meinen eigenen Problemen und mich überfordert war... Ich war einfach total fertig... und irgendwie fand ich dann zum A-Connect Chat, in denen sich Alkoholkranke und Angehörige von Alkoholkranken Menschen austauschen können... Ich ging das erste Mal da rein und war sehr unsicher... Oft war ich mir nicht mehr sicher, ob ich da wirklich richtig am platz bin... doch ich blieb da... Kurze Zeit später hab ich dann Chiara und Udo kennen gelernt, die total lieb sind und die im Chat immer auf mich aufgepasst haben... so fühlte ich mich da auch sicherer, denn ich war mit meinen 16 Jahren in der Zeit glaub ich die jüngste im Chat...

Mit der Zeit lernte ich viele Leute von dort besser kennen... A-Connect wurde für mich wie ein zweites Zuhause in dem ich mich wohl fühlte und in dem ich mich öffnen konnte... denn irgendwann fing ich an von mir zu erzählen... und ich merkte, dass es gut tat...

Die vielen Gespräche im Chat und auch später dann die Telefongespräche mit Udo und Chiara, waren meine ersten Gehversuche auf dem Weg zurück in mein Leben... Ja, dort fing alles an... denn dort fing ich an über mich und meine Probleme zu reden, ich fing an mich zu öffnen und wieder Vertrauen auf zubauen, was ich eigentlich dachte, dass ich es nie mehr könnte, doch es ging und es tat so gut... Auch dachte ich in der Zeit viel über mich nach, und spürte was mir noch fehlt um auf meinem Weg weiter zu kommen... so kam es dann auch dazu, dass ich mich für eine Therapie entschloss, die ich ein halbes Jahr später dann auch an fing...

Die vielen lieben Leute im A-connect Chat half mir sehr auf meinem Weg... Sie stärkten mich und begleiteten mich in meinen Hochs und auch immer wieder den steil runter gehenden Tiefs... Sie waren immer da wenn ich jemanden zum reden brauchte...

Ich bin sehr froh vor 4 Jahren dort hingefunden zu haben... Auch heute bin ich immer noch dort, zwar nicht mehr so oft wie früher, aber trotzdem halte ich den Kontakt zu vielen die ich dort kennen gelernt habe...

Ohne A-Connect hätte ich vielleicht gar nicht oder erst viel später den richtigen Weg für mich gefunden... Ich bin wirklich sehr froh dort hingefunden zu haben...!

 

Wenn ihr möchtet, könnt ihr ja mal bei A-connect vorbei schauen... In meiner Linkliste habe ich den Link zu A-Connect drin... Vielleicht seit ihr ja selbst auch Angehörige von einem Alkoholkranken Menschen oder seit selbst davon Betroffen, dann kann ich euch A-Connect wirklich nur weiterempfehlen... Denn dort könnt ihr euch austauschen, Hilfe bekommen und vielleicht auch den richtigen Weg für euch finden...

 

 

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Meine 1.Therapie und die Zeit nach dem Abbruch:

(Text verfasst: Mitte 2008)

 

Mit 17 Jahren (Mitte 2005) fing ich meine erste Therapie an... am Anfang tat es mir gut, doch dann wurde es immer schwerer und unerträglicher, sodass ich ein halbes Jahr später die Therapie abbrach...

Die Zeit die dann kam... die war nicht gut... es wurde immer schwieriger... immer schlechter kam ich mit der Welt klar doch Therapeutisch helfen lassen wollte ich mir eigentlich nicht mehr... zu groß war die Angst, dass eine erneute Therapie wieder in mir alles durcheinander rütteln könnte...

4 Monate nach dem Therapieabbruch (April 2006) brach ich dann auch die Schule ab... ich schaffte es einfach nicht mehr... konnte mich kaum noch konzentrieren... alles war zu viel... ich war sehr mit mir selbst beschäftigt und auch sehr am kämpfen... da war kaum Platz mehr für etwas anderes...

 

 

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Wildwasser:

(Text verfasst: Mitte 2010)

 

Im März/April 2006 suchte ich dann doch wieder nach einer Hilfe, jedoch wollte ich keine Therapie mehr machen. Ich suchte eher eine Begleitung. Und so fand ich zu einer Beratungsstelle, die Wildwasser heißt. Wildwasser ist eine Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Frauen.

Dort hab ich dann eine Mail hin geschrieben. Ich wusste zu dem Zeitpunkt noch gar nicht ob ich es schaffe da überhaupt wirklich hin zu gehen. naja ich hab erst mal Mails schreiben wollen. Wollt erst mal wissen wie die da sind und irgendwann dann nach ein paar Mails hin und her machten wir einen Termin aus und den schaffte ich wahrzunehmen. es war echt nicht leicht das erste mal da hin zu gehen. Doch dann lernte ich dort eine Frau kennen die schon lange dort arbeitet. Wir liefen draußen rum, weil ich Angst davor hatte in die für mich noch fremden Räume zu gehen. Naja und ich fühle mich schnell bei der Frau verstanden. Es stimmte irgendwie alles. Am Anfang war zwar noch eine Unsicherheit da, jedoch merkte ich schnell, dass ich ihr vertrauen kann. Ja und so fing es an. Ich ging oft dort hin, in der ersten Zeit 2x pro Woche. Es tat mir gut, jemanden zum reden zu haben und es tat auch so gut vertrauen zu können, was für mich nämlich nicht einfach ist, aber bei Lisa klappte das so gut. Ich fühl mich wirklich wohl dort bei ihr.

Mit der Zeit wurd es immer wieder aber auch schwer für mich dort hin zu gehen. Da ich dort immer viel belastendes erzählte und irgendwann hab ichs nicht mehr hin geschafft, da war voll die Blockade, weil ich Angst hatte vor den Themen die ich dort immer ansprach. naja und dann ließ ich auch manche Termine ausfallen oder ich rief an und wir telefonierten, weil ichs nicht hinschaffte.

Ja und nun 4 Jahre später gehe ich immer noch zu dieser Frau. Und um dem oben beschrieben Problem, der Angst, aus dem Weg zu gehen, teilen wir uns seit 2 Jahren die Treffen anders ein. also immer wenn ich zu ihr gehe machen wir auch noch etwas schönes um einen Ausgleich zu den schweren Themen zu haben.

Ich bin bei ihr immer 1,5 Stunden und in den ersten Minuten machen wir meist erst mal etwas das mir dabei hilft "dort ankommen". Danach kann ich dann über das was in meinem kopf ist reden. Das können dann eben auch belastende Themen sein und am Ende bevor ich gehe machen wir dann noch mal etwas schönes, sodass ich nicht all zu sehr belastet von Wildwasser weg gehen kann. Diese Aufteilung macht mir das hingehen seit dem wirklich leichter.

Ich bin wirklich sehr froh von Wildwasser auf meinem Weg begleitet zu werden und von dort Unterstützung zu bekommen. und bin echt froh, dass es so eine Beratungsstelle gibt...

In meiner Linkliste habe ich auch einen Link zur Homepage von Wildwasser drin... also wenn du auch so eine Hilfe suchst und brauchst, kannst du dort auf der Wildwasser HP auch Adressen finden, wo es bei dir in der Nähe die nächste Wildwasser Organisation gibt...

Also ich kann wirklich nur sagen, dass die Leute von Wildwasser einem wirklich gut helfen können...!

 

 

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Über meine Magersucht und meine 2. Therapie:

(Text verfasst: 11. Mai 2009)

 

Mitte 2007 fing meine Magersucht an. ich habe immer weniger gegessen. jedes mal wenn ich wieder Kilos abgenommen habe, wusste ich dass ich das richtige mache und auf dem richtigen Weg bin. Doch ich machte nichts richtig und ich lief auf dem falschen Weg ! Doch diese Blickweiße hatte ich in dieser zeit nicht.

Ich war nur noch happy. Ich war nicht mehr ich selber. Ich war ganz verändert. Alles fand ich super. jedoch war aber alles in meinem Leben unerträglich, doch das nahm ich alles kaum noch war. Das Essen stand immer im Mittelpunkt. Jede Sekunde dachte ich daran. Ja, wirklich die ganze Zeit ohne Pause. 

Ich lernte viele Kalorientabellen auswendig. Ich drehte mich im Kreis. Immer weiter rutschte ich in die Essstörung rein.

Die Welt in diesen Monaten war verdreht und eine ganz andere. Irgendwann wurde alles noch schwieriger mit dem Essen. Bei allem was ich anschaute platzte nun gleich die Kalorienzahl in meine Gedanken. Die ganze Zeit hatte ich nur noch Kalorien im kopf und ich rechnete und rechnete. Ständig war ich am rechnen. Ich wollte immer weiter abnehmen und schneller. Es konnte für mich nicht schnell genug gehen, nur zu langsam und ich empfand das eigentlich "schnelle" abnehmen von den Kilos bei mir als langsam. Somit sparte ich immer mehr kcal am Tag ein.

Und irgendwann brach alles für mich zusammen. Ich hatte keine Kraft mehr. Wollte nicht mehr alles ausrechnen. Wollte nicht mehr ständig an das Essen denken müssen. Und dann hörte ich ganz auf zu essen. Ich strich das Essen komplett aus dem Kopf. Alles Essen war verboten. Ich fühlte mich freier. Doch nicht lange, denn in meinem Kopf war trotzdem noch ständig der gedanke ans essen. Das was ich durchs nicht essen eigentlich erhoffte, trat also nicht ein. Aber in der Zeit nahm ich natürlich noch schneller ab, und das fesselte mich und hielt mich fest. Ich konnte nicht anders. Es ist eine Sucht, ich konnte nicht aufhören.   

ich wurde schwächer ... immer häufiger wurde mir schwindlig... ich merkte wie es meinem Körper immer schlechter ging... doch in meinem Kopf war immer nur: "ich muss abnehmen" und so tat ich es auch. 24 kg hab ich in der Zeit abgenommen. Die Zeit veränderte mich sehr.

Als ich merkte, dass ich kaum noch etwas tun konnte, ich nur noch dasitzen konnte, alles doppelte kraft brauchte und mein herz langsamer und unregelmäßiger schlug, schrieb ich in einem Moment in dem ich merkte, dass ich Hilfe brauche, eine Essstörungstherapeutin an. Zu ihr ging ich dann auch und schließlich brachte sie mich wieder dazu mit dem essen anzufangen. Es war ein schlimmer und sehr schwerer Kampf. irgendwann aß ich dann wieder normale Mengen und mein Gewicht blieb gleich. Doch das war alles andere als leicht!

Ein paar mal in meiner Therapiezeit bekam ich Rückfälle doch die Therapeutin hat es immer wieder geschafft mich zum essen zu bringen. Mir blieb auch nichts anderes übrig. Denn wenn ich mich nicht an den Essplan halten konnte, müsste ich in eine Klinik sagte sie. Und sie half mir ja auch sehr und das wollte ich nicht verlieren. Somit hielt ich mich also immer wieder an den Plan.

Das abnehmen-wollen blieb aber trotzdem in meinem Kopf drin und es war immer wieder schwer dagegen anzusteuern. Oft wurde das essen zum Kampf, saß davor und verzweifle daran. Jeden Tag wache ich auf und dachte sofort ans essen und die ganze zeit, den ganzen Tag tue ich das selbe: ich denke ans essen - jede Minute.

Das ist sehr schwer für mich und die Gedanken rauben mir auch viel Kraft, doch die sind nicht einfach so auszustellen. schön wärs. wenn das gehen würde dann hätte ich den Schalter schon längst umgeschaltet. Aber so leicht ist das eben nicht.

 

Seit Mitte 2007 machte ich also wegen der Magersucht Therapie. Im Januar 2009 dann aber brach ich diese (2.) Psychiotherapie jedoch ab.

 

Ich weiß, es war totaler Mist was ich wieder gemacht hab, doch ich konnt es nicht mehr. In den Wochen vor dem Abbruch wurd es immer schwerer zur Therapie zu gehen, denn nach den Therapiestunden ging es mir oft schlechter als davor. Und davor ging es mir doch auch schon beschissen.

So wurde die Angst hinzugehen (die ich damals vor dem Abbruch meiner ersten Therapie auch hatte) also immer größer. Ich wollte ja natürlich nicht, dass es mir noch schlechter ging als eh schon und dann war das im Januar 2009 wie so ein Freiboxen. Ich brach also die Therapie ab. Diese 2. Therapie hat mir trotzdem viel auf den Weg mitgegeben, also ich merk es immer wieder wenn es z.b. mit meinem Vater hier wieder so schlimm ist mit dem Streiten und ewigen Diskusionen. Da steige ich nun früher aus als früher. Das hab ich auch in der Therapie gelernt. Und mich selber hab ich in der 2. Therapie auch besser kennengelernt. Es sind also schon auch viele sachen da die bei mir hängen geblieben sind. Das ist auch gut so und da bin ich auch froh.

 

Hmm nur was nicht so gut ist, das ist, dass ich seit dem Therapieabbruch wieder weniger esse. Ich nehm langsam wieder ab und schaffe das momentan auch nicht es zu stoppen. Ich muss mal schauen wie das nun weiter geht...

 

 

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Diagnose : Borderline und die DBT-Therapie:

(Text verfasst: 11. Mai 2009)

 

Am 10. April 2008 wurde bei mir die Borderline Persönlichkeitsstörung (emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom borderline-Typ) diagnostiziert... Ich war wenn ich ehrlich bin erst etwas arg überrascht. Denn, dass ich Borderline haben könnte, strich ich eigentlich schon vor längerem aus meinem Kopf. Früher, vor der Diagnose und vor meinem 14 tägigen Psychiatrieaufenthalt 2005, las ich auch schon viel über Borderline, denn ich fand mich in dem was andere Betroffene über sich schrieben und den Symtomen wieder.

Der Begriff Borderline war für mich also nichs neues. Der Arzt in der Psychiatrie hatte damals dann den Verdacht auf Borderline bei mir, aber eine richtige Diagnose wurde damals nicht gestellt.

Dann ging ich zwei Jahre später (2007) ohne eine Diagnose in eine Borderline-Selbsthilfegruppe. Dort war ich zwei mal und fühlte mich wohl dort und richtig am Platz und einfach verstanden, weil es den anderen ähnlich wie mir ging. Doch dann ging ich nicht mehr hin. ich zweifelte daran diese Störung zu haben, denn immer wieder wurde mir von meiner Mutter gesagt, dass ich Borderline nicht haben könnte. Borderline sei viel schlimmer usw. es wollte keiner wahrhaben. außer meine Therapeuten und Begleiterinnen wussten ja auch keine Menschen wie schlimm alles wirklich ist. Ich rede ja nur mit diesen Begleitpersonen über mich und mit meinen Eltern nie. Wie sollen die auch wissen dass es bei mir so schlimm ist?

Es wurde also weg geschoben, dieses Borderline-Thema. Und so strich ich es dann also auch total aus meinem Kopf. Zu der Borderline Selbsthilfegruppe ging ich deshalb dann auch nicht mehr.

 naja und dann eben irgendwie der Schock als ich die Diagnose bekam. ja es war irgendwie wie ein Schock. ich war total verwirrt. ich verstand einfach gar nichts mehr, alles war durcheinander, ich hatte Borderline doch schon aus meinem Kopf gestrichen, und nun?

Ja es war alles sehr verwirrend für mich doch irgendwo war ich dann auch froh eine Diagnose zu haben. Endlich zu wissen was ich hab und für die ganzen Störungsbilder bei mir einen Namen zu haben. Mitlerweile wurde diese Diagnose und auch noch andere von meiner aktuellen Psychiaterin und von einer Klinik in der ich vom Nov. 09 bis Ende Jan. 2010 war bestätigt.

 

Diese Boderlinediagnose führte dann dazu, dass ich in meiner 2. Therapie die ich ja wegen meiner Essstörung anfing eine speziell für die Borderlinestörung entwickelte Therapie anfing. Die Essstörungsstherapeutin kannte diese Therapieform und so musste ich also nicht die Therapeutin wechseln. Diese Therapie nennt sich "dialektisch behaviorale Therapie" kurz DBT-Therapie... und die machte ich eben bis zu meinem Therapieabbruch im Januar 2009.

 

 

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Meine Reittherapie:

(Text verfasst: Ende April 2009)

 

           

Im Februar 2009 ging ich zum ersten mal zu einer Reittherapie. Lisa (von Wildwasser) gab mir damals die Telefonnummer von dieser Reittherapeutin die Traumareiten macht. Und dann probierte ich es also mal aus und es tat mir schon beim ersten Mal sehr gut. Damals machte ich auf Nadja (Haflingerstute) Reittherapie. Als ich zur 2. Reittherapiestunde kam holten wir schon Nadja zu uns um sie zu striegeln und um sie fertig zu richten. Doch Kimbali wollte auch unbedingt mit in den Bereich in dem wir das Pferd immer richten. Meine Reittherapeutin fragte mich damals, ob ich heute mal auf Kimbali reiten möchte und ich sagte erst nein, weil ich Kimbali noch gar nicht kannte und Nadja wenigstens schon ein bisschen.

Aber irgendwie hat mich Kimbali dann überredet :-) und ganz spontan platzte mir dann die Frage raus, ob wir heute doch Kimbali nehmen können. Und so kam ich also zu Kimbali und als ich dann auf ihrem Rücken saß. oh da hat einfach alles gepasst. Kimbali ist so schön ruhig und auch sehr sensibel... Ich fühl mich total wohl bei ihr, ich mag sie sehr... Ich mach nun also auf Kimbali Reittherapie.

Da gibts so eine tolle Übung die tut mir besonders gut. Dabei dreh ich mich auf dem Pferd wenns steht um und leg mich dann mit dem Oberkörper auf Kimbali. Dann spür ich ihre Wärme, kann mich richtig drauflegen, kann mich fallen lassen, ruhig werden weil sie mich hält und nicht fallen lässt... Ich fühl mich da so wohl... Es ist jedes mal wie so ein Auftanken von Körperkontakt wenn ich bei ihr bin. Denn zu Menschen kann ich das gar nicht zu lassen. Doch zu Tieren und vor allem bei Kimbali ist das so arg, da bekomm ich die Körperwärme die ich brauche, die ich zulassen kann und das tut so unendlich gut.

Die Reittherapeutin ist auch ganz nett. Ich fühl mich bei ihr richtig am Platz, verstanden und ernst genommen. Ja und auch angenommen so wie ich bin. Auch die Anderen in mir dürfen zum Beispiel dort sein. Das fand ich so toll als sie das sagte. Ich muss die anderen in mir also nicht geheim halten und verstecken und somit fiel, als sie eben sagte, dass die Anderen gerne auch dort sein können, ein ganz großer Brocken Anspannung von mir ab. Ich bin echt total froh, dass sie damit (wie Lisa auch) so gut umgehen kann. Mit allem fühl ich mich dort irgendwie richtig am Platz. Ja einfach richtig... Das tut so gut, denn das ist eher selten bei mir so... Ich kann dort auch reden und erzählen und ich glaub wenn ich sie besser kenne und mehr vertraue kann ich auch über Sachen reden die schwerer sind... Aber schon das Gefühl in mir zu haben, dass ich dort im laufe der Zeit immer mehr vertrauen aufbauen könnte, ist für mich viel wert... Denn bei mir ist das immer recht schnell klar obs gehen kann oder gar nicht. Das spür ich meist schon beim ersten Treffen. Und bei der Reittherapeutin glaub ich könnte es gehen... und da bin ich sehr froh...

 

Ich freu mich schon auf das nächste mal wenn ich wieder dort sein kann.  

 

 

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Viele sein in einem Körper

(Text verfasst: Ende April 2009)

 

Ich bin nicht alleine in meinem Körper. Für jeden der davon noch nichts gehört hat, wird das verrückt klingen. Das hört sich ja auch sehr komisch an, das stimmt ja schon.

Als ich ca. 13/14 Jahre alt war lernte ich die erste in mir kennen. Ich hab sie damals erst ignoriert, ich dachte ich sei verrückt, aber irgendwann antwortete ich ihr dann doch. Und im laufe der Zeit wurden es immer mehr, immer wieder kamen welche hinzu. Manche davon sind älter als ich, aber viele und das ist der Großteil sind noch Kinder.

Wir alle sind in einem Körper und das ist nicht immer leicht.

Ich kann mit den meisten der anderen reden, wir können uns unterhalten und austauschen. Jeder hat einen eigenen Namen, ein jeweiliges Alter, eigene wünsche und eigene Hobbys. Die meisten sind eher ängstlich und zurückhaltend, andere dagegen sind sehr aggressiv. Es ist oft sehr schwer und anstrengend. Ja das ist es oft und dann wenns so hart ist, wenn ich selber schon so am Ende bin und es den kleinen dann auch so schlecht geht und sie untereinander streiten, dann wär ich oft am liebsten wieder alleine.

Aber die anderen sind nun mal da, genauso wie ich. Und es ist oft ja auch echt schön und lustig mit den Kleineren.

Es gibt echt auch richtig schöne und gute Tage wo alles bei uns ok läuft, es nicht so stressig ist. Ja wo einfach alles passt. Bei der Reittherapie ist das nun eben auch so toll, dort dürfen die anderen eben auch mitkommen und das macht denen dann auch sehr viel spaß.

Ich bin irgendwie aber froh nicht mehr alleine zu sein und ich könnte es mir gar nicht mehr ohne die anderen vorstellen. Eigentlich versuch ich meist es nicht zu zeigen, dass es mir schlecht geht, weil ich die anderen nicht belasten möchte.. Doch wenn es nicht anders ging und die anderen es merken, versuchen mich z.b. die jüngeren zu trösten und mich auf andere Gedanken zu bringen. Und das tut eben gut und oft schaffen sie es dann auch mich wieder zum lachen zu bringen. Und so versuchen wir also alle für einander da zu sein. Wenns also jemandem von nicht gut geht, versuchen wir ihm zu helfen.

Ja wir versuchen also alle immer zusammen zu halten.

 

         

 

 

 

 

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Beratungstelle für Suzidgefährdete:

(Text verfasst: 30. April 2010)

 

Seit ich 16 Jahre alt bin (seit 2004) weiß ich, dass es hier in der Stadt eine Beratungsstelle gibt, die suizidgefährdeten Menschen hilft.

Damals erzählte mir meine Vertrauenslehrerin davon, nachdem ich ihr erzählte wie es mir wirklich ging und was für Gedanken da in meinem Kopf rum schwirren. Mit ihr gemeinsam ging ich auf die Homepage von dieser Beratungsstelle und wir haben dann dort viel gelesen. Ich fühlte mich damals dort schon richtig am Platz, doch den Mut wirklich zu dieser Beratungsstelle persönlich hin zu gehen, den hatte ich noch nicht. Ich wollte erstmal ganz anonym bleiben und mich denen gar nicht zeigen.

Bei der Beratungsstelle arbeiten ehrenamtlich auch Jugendliche mit denen man E-Mails schreiben kann und so hatte ich dann ca. ein Jahr lang immer mit einer anderen Jugendlichen Kontakt. Fast jede Woche schrieben wir uns. Ich erzählte ihr sehr viel von mir und das erzählen tat gut. Ich war sehr froh jemanden zum reden zu haben. Irgendwann brach ich den Kontakt ab. Das war in der Zeit als ich meine erste Therapie begann und dann hatte ich ja zwei mal in der Woche meine Therapeutin zum reden und mehr war mir dann auch zu viel.

Ich hatte aber immer im Hinterkopf den Gedanken, dass ich vielleicht irgendwann persönlich zu der Beratungsstelle hin gehen werde.

Mitte 2008 wurden meine Suizidgedanken wieder sehr heftig und gleichzeitig wusste ich, dass die Frau von Wildwasser kurze Zeit später für über 2 Monate in den Urlaub gehen würde... Zu dieser Zeit als die Frau von Wildwasser noch da war, hatte ich schon wieder mit einer Jugendlichen von der Beratungsstelle für Suizidgefährdete Kontakt. Diesmal war es aber eine andere, doch das machte mir nichts. Mit ihr hab ich auch Mails geschrieben, doch ich merkte, dass mir dies alleine nicht ausreichte. Und dann traf ich so zu sagen als letzte Chance und letzte Hoffnung für mich den Entschluss bei der Beratungsstelle anzurufen und einen Termin zu machen. Ich druckte mir also die Telefonnummer aus dem Internet aus und hatte den Zettel dann in meinem Zimmer. Ich hab immer wieder anrufen wollen, hatte das Telefon immer wieder auch in der Hand doch immer wieder legte ich auch wieder auf. Ich hatte sehr Angst. Doch zwei Tage später dann rief ich an, blieb dran und machte einen Termin, den ich dann eine Woche später hatte. Es war für mich wirklich die letzte Hoffnung. Ich sagte mir mehrmals "geh dort jetzt mal hin, probier es wenigstens aus, danach kannst du immer noch einen scheiß anstellen. Doch dann hast du es wenigstens probiert" Ja und ich tat es dann also und ging dort hin... (das war an einem Freitag am 6. Juni 2008 um 14 Uhr). Nach dem Termin war ich froh dort gewesen zu sein. 4 Jahre hat es also gedauert bis ich so viel Mut hatte dort persönlich hin zu gehen. Irgendwie war ich danach sogar etwas stolz auf mich... Ich merkte, dass ich dort einfach richtig am Platz war. Ich fühlte mich dort wohl und verstanden. Ich ging bis November regelmäßig dort hin, dann hörte der Kontakt auf. Zu dieser Zeit ging es mir auch wieder etwas besser.

Die E-Mailberatung mit der Jugendlichen lief bis September weiter. Doch dann ging sie leider ins Ausland und seit dem schreib ich also mit einer anderen Jugendlichen.

Im Mai 2009 wurden meine Suizidgedanken wieder sehr stark und so ging ich auch recht schnell dort wieder persönlich hin um Hilfe zu bekommen. Etwas später dann lernte ich eine sehr nette Frau kennen die dort Ehrenamtlich arbeitet. Mitlerweile haben wir Mitte 2010 und immernoch treffe ich mich mit ihr so gut wie jede Woche. Jedes Treffen hilft mir sehr und so langsam fang ich auch an ihr von meiner Vergangenheit zu erzählen. Es hat lange gedauert bis ich anfing ihr zu vertrauen. Ja Vertrauen aufzubauen ist für mich halt alles andere als leicht. Aber jetzt ich bin froh, dass ich es nun schaffe mit ihr auch über schwere Themen zu reden. Es tut mir immer wieder sehr gut zu wissen, dass sie für mich da ist, mich begleitet, mir zuhört und damit hilft und unterstützt ! Dafür möchte ich mich hiermit bei dir auch nochmal sehr bedanken. DANKE

 

 

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Meine Selbstverletzung:

(Text verfasst: Mitte 2008)

 

Seit nun schon vielen Jahren verletze ich mich selbst. Mit ca. 9 Jahren fing es an. Bis zu meinem 16. Lebensjahr war es "nur" schlagen und blutig kratzen. Doch 2004 (ein halbes Jahr vor meiner 1. Therapie) fing ich an mich zu ritzten... Ich spürte Erleichterung wie beim schlagen auch deshalb machte ich es auch immer wieder. Es baute Druck ab und die unerträgliche Anspannung und die Schmerzen konnte ich dadurch auch für einen Moment vergessen. Immer dachte ich, ich könnte jeder Zeit wieder damit aufhören, doch diese Denkweise war falsch. Ich kam davon längerfristig nicht mehr weg.

Ich hoffte durch das ritzen, so vom schlagen weg zu kommen. Ein unlogischer Gedanke, ich weiß... jedoch war es damals so und heute ist das auch immer wieder so, dass ich versuche z.b. vom ritzen weg zu kommen und rutsche stattdessen wieder ins schlagen, verbrennen oder in die Tablettenabhängigkeit. Es ist ein Teufelskreis aus dem ich immer wieder versuche heraus zu kommen, doch während ich es versuche rutsche ich in die nächste Sucht.

Als das ritzen anfing begleitete mich auf meinem Weg das schlagen trotzdem weiter. Das ritzen kam also nur dazu. Es war eigentlich nur ein weiteres Problem für mich auch wenns mir immer wieder half. Doch es wurde eben wie das andere zur Sucht...

Als ich 17 Jahre alt war, kam dann das verbrennen hinzu... einfach hinzu :-(

Ich wünschte mir, ich könnte mit dem scheiß aufhören. Doch etwas in mir versucht daran festzuhalten, weil es mir ja hilft.

Denn mit dem verletzen hab ich ja schließlich für mich, nun schon seit Jahren, eine Möglichkeit gefunden, meine Gefühle und Gedanken auszuhalten, abzuschalten und kurz vergessen zu können.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt habe ich noch keine andere Möglichkeit dafür gefunden die es mir möglich machen würde, meine Gefühlen und Gedanken ohne das Selbstverletzen aushalten zu können...

 

 

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Depressionen:

(Text verfasst: Mitte 2008)

 

Ich leide unter Depressionen und das ist oft sehr schwer für mich. Fast dauernd fühl ich mich wie in einem tiefen Loch gefangen in das kein Licht mehr gelangt oder in einem dunklen Tunnel der kein Ende nimmt...

Seit dem März 2006 bekomme ich gegen meine Depressionen ein Antidepressiva. Ende 2007 habe ich dann noch ein zweites dazu bekommen.

Schon Mitte 2005 fing die Suche nach dem richtigen Antidepressiva für mich an. Jedoch hat erst das 3. und 4. Medikament (eben die zwei Medikamente die ich jetzt bekomme) bei mir eine Wirkung gezeigt...  

Durch die Medikamente sind die Schwankungen und die tiefen Löcher für mich etwas erträglicher geworden. Doch trotzdem gehts oft noch tief runter.

Ich wüsst nicht wie es ohne die Tabletten wäre, dann würds wohl noch tiefer runter gehen. Da mag ich gar nicht daran denken :-(

Ich bin froh die Medikamente zu bekommen, denn sie sind für mich eine große Unterstützung und sie helfen mir dabei die tiefen Löcher etwas besser ertragen zu können.

 

 

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Tablettenabhängigkeit:

(Text verfasst: Ende 2008)

 

Kurz nachdem ich 17 Jahre alt wurde, fing meine Tablettenabhängigkeit an. Es kam schleichend in mein Leben und ich bemerkte es kaum. Zuerst waren es Kopfschmerztabletten und andere Schmerztabletten. Ich hatte sie immer in meiner Schultasche dabei und wenn ich Kopfweh hatte nahm ich immer eine. Doch irgendwann hatte ich keine Kopfschmerzen mehr und trotzdem nahm ich sie in der schule und bei mir daheim immer wieder. So fing es dann an.

Ich merkte, dass es mir gut tat wenn ich Tabletten nahm. So hatte ich immer mehrere Arten von Schmerztabletten daheim und in der Schultasche dabei. Ich schluckte immer mehr jeden Tag. Es erleichterte mich und es tat mir gut. Ich merkte zu diesem Zeitpunkt schon, dass ich damit nicht mehr wirklich aufhören konnte. Doch ich tat dagegen nichts, warum denn auch, es ging mir ja damit gut und besser, dachte ich... aber ich lief so immer weiter in die Abhängigkeit rein. Als ich dann zu einem Psychiater ging der mir 2005 damals mein erstes Antidepressiva verschrieb frug ich ihn, ob er mir etwas zur Beruhigung verschreiben könnte und so tat er es und von diesen Beruhigungstabletten wurde ich dann auch abhängig. Jeden Tag nahm ich sie und immer mehr. Schmerztabletten nahm ich gleichzeitig auch noch, jedoch nicht mehr so viel wie vorher, da ich zu der zeit ja dann eher zu den Beruhigungstabletten gegriffen habe. Ich veränderte mich sehr, ich war nicht mehr Ich. Ich wurde zu einem Tablettengesteuerten Roboter, so fühlte es sich an.

Als sich dann ein dreiviertel Jahr später meine Freundin mit Tabletten versucht hat umzubringen, hörte ich von einem auf den anderen Tag auf Tabletten zu nehmen. Das war heftig für mich... die ersten Tage waren die schlimmsten, ich zitterte... puh ich werd die zeit nie vergessen. Es war so ein total heftiger Kampf. Doch ich machte es, weil ich mir die Schuld dafür gab, dass meine Freundin es mit Tabletten versucht hatte. Sie wusste von meiner Sucht. Meine Freundin überlebte. Doch es änderte sich bei mir dann viel. Ich schaffte es aufzuhören und ein paar Monate nahm ich dann wirklich nichts mehr (eben nur noch die Antidepressiva, die ich ja nehmen soll)... aber sonst nichts und ich dachte echt ich habs geschafft. Ich war davon weg und ich war so froh.

Doch irgendwann fing es dann wieder schleichend mit Schmerztabletten an. Ich dachte mir nichts dabei und nahm eine Tablette als ich wieder Kopfweh hatte und so rutschte ich wieder hinein. Jedoch kam ich irgendwann da auch wieder heraus. In der Zeit von damals bis heute, bin ich immer wieder da hinein gerutscht, zum Glück hab ich es aber auch immer mal wieder daraus geschafft, auch wenns als nie so wirklich lange war.

Seit Anfang 2008 sind es nun Schlaftabletten. Die nehme ich zur Beruhigung um für kurze Zeit vergessen zu können. Ich schalt mich mit den Tabletten aus, wenn ich alles nicht mehr ertragen kann. Es ist ein Zwang und eine Sucht aus der es sehr schwer ist wieder rauszukommen.

Ich hoffe für mich und meine Zukunft, dass ich irgendwann längerfristig ohne Schmerz- und Schlaftabletten leben kann und dass ich für mich irgendwann einen Weg gefunden habe, anders und besser mit meinen Gefühlen umzugehen.

 

 

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Kraftquellen:

(Text verfasst: Mitte 2008)

 

Ich bin ständig auf der Suche nach dem Licht.

Oft seh ich keins mehr, steck im tief dunklen Tunnel. Doch ich such immer weiter und manchmal schickt mir ein Stern dann Licht und zeigt mir damit, dass es sich lohnt weiter zu kämpfen, um irgendwann mehr Licht sehen zu können.

Auf dem Bild von mir (unten) vom 27.12.2006, hilft mir der Stern dabei, das Ende des dunklen Tunnels zu finden und gibt mir mit seinem Licht die Kraft die ich für diesen langen Weg brauche.

 

 

In der Vergangenheit hatte ich oft keine Kraft mehr, wollte alles nur noch hinschmeißen und aufgeben. Meist war das so, wenn wieder was schlimmes mit mir passierte. Doch bisher hat mich immer irgendwas wieder auf den richtigen Weg geschickt und geführt.

Ein paar mal war es eine kleine Maus, ein anderes mal eine Amsel und dann

mal eine kleine Kröte die über die Straße hüpfte als ich zurücklief. (Bild unten)

 

 

Sie haben mich besucht als es mir sehr sehr schlecht ging. Sie kamen zu mir, immer ganz nah und haben versucht mir Kraft zu geben. Und es kam davon immer etwas bei mir an, damit ich Kraft hatte meinen Weg weiter zu laufen.

 

Ich habe 2006 mal eine kleine Geschichte über die kleine Maus und mich geschrieben. Die Geschichte ist traurig und doch macht die Maus sie etwas leichter. Ich möchte euch diese kurze Geschichte zeigen:

 

 

Ein kleines Mädchen

14.07.2006

 

Mal wieder sitzt es am Rande einer kleinen Straße. Ein paar Meter von ihr entfernt ist ein kleiner Friedhof. In sich zusammengezogen, sitzt sie bei den vielen Sträuchern und Bäumen an der Straße. Ihr Körper schmerzt, alles tut ihr weh. Sie sitzt alleine da und wurde wieder von einem Mann da abgesetzt. Einfach Türe von dem Auto auf, raus gezogen, abgesetzt, weggefahren. Immer wieder lief es so ab. Jetzt sitzt das kleine Mädchen auf Erde und Moos an einer Stelle, wo man sie nicht sehen kann. Sie darf sich nicht zeigen, denn sie weint.

Sie weint vor Schmerzen weil sie so unerträglich sind. Jedes mal saß sie da alleine und weinte. Bei einem Mal hörte sie ein leises rascheln. Kurz drauf schaute eine kleine Maus aus dem Laub hervor. Das Mädchen sah sie noch sehr verschwommen, doch das ging nicht lange, denn sie hörte auf zu weinen. Die kleine Maus hatte keine Angst vor dem kleinen Mädchen. Sie kam sogar noch näher zu ihr, dann blieb sie da sitzen. Das Mädchen konnte zwar nicht lächeln, doch sie freute sich, nicht mehr alleine zu sein.

Diese kleine Maus kam noch ein paar male zu ihr, immer wenn das Mädchen da abgesetzt wurde. Diese kleine Maus gab ihr immer wieder ein bisschen Kraft. Kraft die sie immer brauchen konnte, um das alles zu überstehen.

 

© Franzi

 

 

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Hoffnung gibt mir Kraft:

(Text verfasst: 2008)

 

Vor längerem hab ich mal ein Bild gemalt an das ich gerade denken muss. Auf dem Bild hat man dunkle Wolken gesehen unter denen eine dunkle und stürmische Welt mit viel Wind lag. Über den Wolken war ganz viel helle Sonne, Sonnenstrahlen und schöner blauer Himmel zu sehen. Oben im Bereich des blauen Himmels schrieb ich rein: "Hinter den dunkelsten Wolken scheint immer noch die Sonne" und so ist es. Immer wieder kommt das Licht vorbei, auch wenns nur wenig ist und man kaum was davon sehen kann. Doch es kommt immer wieder zu einem und erhellt den so dunklen Tunnel im tiefen Loch und schenkt einem Kraft fürs weiter kämpfen. Manchmal muss man sehr lange auf dieses Licht warten, doch irgendwann kommt es immer.

Mit diesem Glauben und dieser Hoffnung schaffe ich das Leben weiter zu leben.

 

 

 

 

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